Kirmesorgeln

molen1.gif (111666 bytes) Wellershaus kermisorgel in kindercaroussel.  Een van de weinige  kermisorgels dat zijn eigen plaats nog inneemt! 

Straßenorgeln in den Niederlanden sind meistens Französischer oder Belgischer Herkunft. Die meisten Kirmesorgeln aber sind Deutscher Bauart: Gebr. Wellershaus in Müllheim-Saarn, Gebr. Richter in Düsseldorf, Fritz Wrede in Hannover-Kleefeld. Die Stadt Waldkirch im Breisgau beheimatete drei Firmen Bruder: (Wilhelm Bruder Söhne, Gebrüder Bruder, Alfred Bruder) und den bekannten Firma A. Ruth & Sohn. Außer Deutschen Kirmesorgeln gab es in Holland noch einige große französiche Gavioli-Orgeln mit 89 Tonstufen.

Zwischen 1900 und 1950 spielte bei fast jedem Vergnügungsbetrieb eine Orgel; kleinere Karussels, Luftschaukel und Kettenflieger mit entsprechender Kleinorgel. Im Shimmypalast und am Autoskooter waren die großen Orgeln vorzufinden, Instrumente die das leichtklassiche Repertoire spielten. Die Orgeln leisteten ihren Beitrag zum Vergnügen des Publikums und steigerten den Status des Schaustellers.

Kirmesorgeln waren im Gegensatz zu Straßenorgeln sehr gut für ihre Aufgabe gerüstet. Es lagen keine Gründe vor diese Orgeln irgendwie umzubauen oder zu erweiteren. Auch heute befinden diese Orgeln sich meistens noch im Originalzustand wie die Orgelfabrik sie damals herstellt hat; nur gelegentlich wurde die Fassade modifiziert für den Einbau ins Fahrgeschäft.

Ab Mitte der 50-er Jahre ersetzten Musikanlagen die Orgeln. Die Schausteller behielten die Orgeln, die meistens schon zum besten Familienstück geworden waren zum eigenen Vergnügen. Glücklicherweise haben die meisten dieser wertvollen Instrumente den Zahn der Zeit bestanden. Bei Orgelveranstaltungen sind sie immer noch dabei zur Freude vom Publikum.

Seite besrbeitet 14-12-2003